“Demokratie
braucht
politische Bildung”

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Stellungnahmen des AdB

Politische Bildung in der demokratischen Gesellschaft - Zum Beitrag Politischer Bildung bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels (Bad Bevensen)

30.11. 2006
Stellungnahme der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten: Demokratie ist kein Selbstläufer. Die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft ist kein Selbstläufer, kein unverlierbarer Besitz, nichts, was nur theoretisch gelernt werden kann, und mehr als eine Staatsform. Sie muss stets gesichert, fundiert, entwickelt und gestaltet werden. So wie jede Erkenntnis die Vermittlung und Verarbeitung von Informationen voraussetzt und alle Kompetenzen gelernt und eingeübt werden müssen, so müssen die für das öffentliche Leben und die Politik in einer Demokratie notwendigen Fähigkeiten auch gelernt und demokratisches Handeln eingeübt werden, und dies immer wieder neu, denn Demokratie ist ein unabgeschlossenes Projekt und ein sich kontinuierlich veränderndes Lernfeld.

Mit politischer Bildung den demographischen Wandel zukunftsfähig gestalten (Bad Bevensen)

29.11. 2006
Stellungnahme zum AdB-Jahresthema 2007: Das Thema, das der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten zu seinem Jahresthema 2007 bestimmt hat, verweist auf eine Entwicklung, die sich schon seit Jahren abzeichnet, von Politik und Gesellschaft aber lange ignoriert wurde. Dass die Menschen in unserem Land immer älter werden und die Geburtenrate auf einen Stand gesunken ist, der das zahlenmäßige Verhältnis zwischen den Generationen aus der Balance bringt, ist seit langem bekannt, jedoch wurde bislang versäumt, sich den daraus resultierenden Herausforderungen zu stellen. Der demographische Wandel führt nicht nur zu einer Abnahme der Bevölkerungszahl in vielen europäischen Staaten, sondern auch zu einer Bevölkerungsstruktur, in der einer sinkenden Zahl junger Menschen steigende Zahlen älterer gegenüber stehen und immer weniger Junge für immer mehr Ältere sorgen müssen. Das überfordert die sozialen Sicherungssysteme, die noch auf einem „Generationenvertrag“ beruhen, dessen Voraussetzungen heute schon obsolet geworden sind.

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