“Demokratie
braucht
politische Bildung”

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Stellungnahmen des AdB

Wachstum – Gerechtigkeit – Teilhabe. Nachhaltige Klimapolitik gestalten (Bielefeld)

7.12. 2011
Spätestens mit dem IPCC-Bericht (Intergovernmental Panel on Climate Change) von 2007 wurde der Klimawandel gesellschaftlich wahrgenommen. Inzwischen ist unumstritten, dass Reduktionen des CO2-Ausstoßes um mindestens 20 % auf europäischer Ebene, bis 40 % auf Bundesebene notwendig sind. Das schwere Reaktorunglück von Fukushima führte in der Bundesrepublik zu einem Ausstieg aus der Atomenergie. Um die Klimaziele zu erreichen, die Energieversorgung ohne Atomenergie sicherzustellen und die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, sollen in Deutschland die regenerativen Energien auf 35 % bis 2020 ausgebaut werden.

Plädoyer für eine eigenständige Mädchen- und Frauenbildung als Bestandteil politischer Bildung (Berlin)

21.11. 2011
In Zeiten von Gender Mainstreaming scheinen sich spezifische Angebote für Frauen und Mädchen überholt zu haben. Die Zahl von Kursen, Seminaren und Projekten für Mädchen und Frauen ist rückläufig, Modellprojekte und Strukturen wurden und werden abgebaut. Parallel dazu suggeriert die öffentliche Diskussion einen akuten Nachholbedarf der Jungen, die als „Bildungsverlierer“ in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt werden.

Das künftige EU Programm "Education Europe". Kommentierung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten (AdB) zum Vorschlag der EU Kommission (Berlin)

19.07. 2011
Die Europäische Kommission hat am 29. JUNI 2011 ihren Vorschlag für einen neuen mehrjährigen Finanzrahmen „A budget for Europe 2020“ für die Jahre 2014-2020 vorgestellt. Neben einer neuen Basis für die künftige Finanzierung der EU ab 2018 schlägt die EU Kommission eine neue Generation von Programmen vor. Darunter ist unter der Rubrik „Intelligentes und Kreatives Wachstum“ der Vorschlag für ein neu ausgerichtetes Bildungs- und Kulturprogramm „Education Europe“ das neben den bisherigen Programmen Erasmus, Comenius, Grundtvig und Leonardo auch die bisher eigenständigen Programme Jugend in Aktion und Erasmus Mundus umfassen soll.

Stellungnahme des AdB zur Demokratieerklärung (Berlin)

31.03. 2011
Im Rahmen der aktuellen Programme gegen verschiedene Formen des Extremismus verlangen die fördernden Ministerien bei der Vergabe von Mitteln über das bisher bewährte Verfahren hinaus nun allerdings von den Trägern die Unterzeichnung einer gesonderten „Demokratieerklärung“, die auch die Kooperationspartner und jeweiligen Referent/-innen mit einschließt. Diese Erklärung stößt im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten auf Unverständnis und weitreichende Ablehnung, da sie – vor dem Hintergrund der bisherigen Praxis und Erfahrung – weder sachangemessen noch praktikabel erscheint.

Neue Beteiligungsformen in der repräsentativen Demokratie - Chancen demokratischer Beteiligung nutzen! (Schney)

25.11. 2010
Stellungnahme des Arbeitskreises deutscher Bildungsstättenzu seinem Jahresthema 2011. Bürgerinnen und Bürger wollen mitbestimmen und mitentscheiden, vor allem dann, wenn ihre direkten Interessen betroffen sind. Begünstigt durch die Möglichkeiten des Internets haben sich neue Formen der Beteiligung entwickelt, mit deren Hilfe versucht wird, politische Anliegen zu vertreten und durchzusetzen. Dazu gehören z. B. die offenen Diskussionsforen für politische und gesellschaftliche Debatten in den sozialen Netzwerken des Internets, themenorientierte Online-Kampagnen, Online-Protestaktionen, online-gestützte Planungsverfahren.

„Wirtschaft(en) in gesellschaftlicher Verantwortung" / Demokratie - Ökonomie - Politische Bildung (Berlin)

8.03. 2010
Stellungnahme des AdB zu seinem Jahresthema 2010. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hat mit ihren Auswirkungen auf die Volkswirtschaften und die davon betroffenen Menschen die Grenzen unkontrollierten globalen Wirtschaftens deutlich gemacht. Der Fast-Zusammenbruch der Finanzsysteme führt zu existenzbedrohenden Folgen bei vielen Menschen und zu außerordentlichen Belastungen der Staatshaushalte mit unabsehbaren Auswirkungen auf nachfolgende Generationen.

Wirtschaftskrise – Krise der Demokratie? AdB-Vorstand zu Wirkungen der Finanzkrise auf die politische Bildung (Berlin)

12.06. 2009
Die bedrohlichen Folgen der weltweiten Banken- und Finanzkrise sind auch in Deutschland zu spüren: Wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand sind im Kern gefährdet, die Zahl der Firmeninsolvenzen steigt ebenso wie die Zahl der Menschen, die ihren Arbeitsplatz verlieren, die Staatsschulden wachsen immens. Die Gründe für diese Krise liegen in offensichtlichen Fehlentwicklungen, die sich zum Teil schon vor Jahren abzeichneten. Stichworte in diesem Zusammenhang sind die Deregulierung von Märkten, der Abbau von Kontrollen, das Vertrauen auf verantwortliches Handeln von Unternehmensleitungen und die Verselbstständigung insbesondere des Finanzsektors mit der riskanten Jagd nach immer höheren Renditen.

Zukunft hat Herkunft – Politische Bildung gestaltet Demokratie (Bad Zwischenahn)

27.11. 2008
Stellungnahme zum AdB-Jahresthema 2009. Das Jahr 2009 wird ein Jubiläumsjahr der Demokratie in Deutschland. Zahlreiche Gedenktage werden an die Wiedereinführung der Demokratie und den Aufbau demokratischer zivilgesellschaftlicher Organisationen in Deutschland erinnern. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten hat für das 50. Jahr seines Bestehens bewusst ein Jahresthema gewählt, das die Auseinandersetzung mit der Geschichte, auch der eigenen, in den Mittelpunkt stellt. Historische Bildung ist ein wichtiger Bestandteil der Praxis außerschulischer politischer Bildung. Die Auseinandersetzung mit Geschichte schafft ein Bewusstsein über Herkunft und Grundlagen der Demokratie, unterstützt das Denken in historischen Zusammenhängen und bietet Orientierung für das eigene politische Handeln in Gegenwart und Zukunft.

Demokratiekompetenz stärken – Politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft (Hamburg)

29.11. 2007
Stellungnahme des AdB zum Jahresthema 2008: In Deutschland leben heute über 15 Millionen Menschen, die selbst oder deren Familien aus unterschiedlichsten Teilen der Welt hier eingewandert sind. Ihre Integration ist – auch vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland – die zentrale politische Herausforderung für Regierungen, Parlamente und zivilgesellschaftliche Akteure auf den verschiedenen politischen Ebenen.

Politische Bildung in der demokratischen Gesellschaft - Zum Beitrag Politischer Bildung bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels (Bad Bevensen)

30.11. 2006
Stellungnahme der Mitgliederversammlung des Arbeitskreises deutscher Bildungsstätten: Demokratie ist kein Selbstläufer. Die demokratische Verfasstheit einer Gesellschaft ist kein Selbstläufer, kein unverlierbarer Besitz, nichts, was nur theoretisch gelernt werden kann, und mehr als eine Staatsform. Sie muss stets gesichert, fundiert, entwickelt und gestaltet werden. So wie jede Erkenntnis die Vermittlung und Verarbeitung von Informationen voraussetzt und alle Kompetenzen gelernt und eingeübt werden müssen, so müssen die für das öffentliche Leben und die Politik in einer Demokratie notwendigen Fähigkeiten auch gelernt und demokratisches Handeln eingeübt werden, und dies immer wieder neu, denn Demokratie ist ein unabgeschlossenes Projekt und ein sich kontinuierlich veränderndes Lernfeld.

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